Warum sind Bauherren glücklicher?

Ob Grundsteuer oder Nebenkosten, ob Renovierung oder energetische Sanierung: Nichts, wofür zunächst Ihr Vermieter aufkommt, bleibt Ihnen als Mieter erspart. Früher oder später werden alle Kosten auf Sie umgelegt. Und nicht nur das: Von dem gezahlten Geld sehen Sie später nichts mehr. Bei einem Eigenheim ist das anders: Da profitieren Sie von jedem Cent, den Sie hineinstecken.

Und das ist nur einer von vielen guten Gründen, warum ein Eigenheim sich gerade heute wirklich lohnt.

Grund 1: Kreditzinsen sind günstiger denn je

So ärgerlich die aktuelle Niedrigzinsphase für Sparer sein mag - für Hauseigentümer in spe ist sie gut. Denn die Sollzinsen für Hypothekendarlehen sind so günstig wie noch nie. Sie fangen schon bei knapp 2 Prozent pro Jahr an. Das heißt: Einen Hauskredit kann sich heute auch jemand leisten, der vor einigen Jahren noch nicht im Traum daran gedacht hätte, ein Haus finanzieren zu können.

Grund 2: Gesparte Miete ist steuerfreier Gewinn

Eine profitable Geldanlage, eine solide Altersvorsorge - gar nicht so leicht, in der heutigen Zeit das Passende zu finden. Denn Bankkonten, die eine hohe Sicherheit bieten, werfen kaum Zinsen ab. Und Aktien, die eine hohe Rendite aufweisen, sind mit erheblichen Kursrisiken verbunden. Das Eigenheim als Geldanlage funktioniert dagegen ausgezeichnet. Die künftige Wertentwicklung kann Ihnen egal sein. Ihre Rendite ist die gesparte Miete, die Sie einstreichen, sobald Ihr Hauskredit abgezahlt ist. Das Schöne dabei: Da es sich um eine Einsparung handelt und nicht um einen Geldzufluss, müssen Sie diese Rendite nicht versteuern. Der Fiskus bleibt außen vor. Beispiel: Wer ein Eigenheim für 200.000 € kauft und dadurch monatlich 1.000 € Miete spart (also 12.000 € pro Jahr), der kommt nach dem Abzahlen seines Kredits auf eine steuerfreie Rendite von sagenhaften 6 Prozent pro Jahr.

Grund 3: Freiheit und Unbeschwertheit

Hand aufs Herz: Sind Sie als Mieter nicht schon mal am Samstagmorgen in aller Früh‘ fast aus dem Bett gefallen, weil der Vermieter im Treppenhaus die Schlagbohrmaschine angesetzt hat? Und ärgern Sie sich nicht von Zeit zu Zeit über den kleinlichen Putzplan, mit dem Sie und die anderen Mieter im Haus traktiert werden? Auch Lärm von den Wohnungsnachbarn, Streit um Fahrradstell- und Kinderwagenstellplätze oder freilaufende Haustiere machen das Mieterdasein oft eher zur Last als zur Lust. Bei einem Eigenheim haben dagegen Sie das Sagen. Sie bestimmen, wer ins Haus kommt. Sie bestimmen, wann geputzt wird, wo und von wem. Sie bestimmen, wo Fahrräder und Kinderwagen abgestellt werden und ob der Hund frei herumläuft oder doch besser an der Leine bleibt. Erstaunlich, wie viel unbeschwerter dadurch das Leben wird!

Grund 4: Weniger Energieverbrauch, monatliche Ersparnis

Das klingt zunächst etwas seltsam. Warum sollte ein Eigenheim weniger Heizöl, Erdgas oder Holzpellets verbrauchen als eine Mietwohnung? Erst auf den zweiten Blick wird klar, wieso das gar nicht so abwegig ist: Viele Vermieter scheuen Investitionen. Solange sie niemand dazu zwingt, bauen sie keine Isolierfenster ein, dämmen Wände sowie Dach nur unzureichend, verzichten auf eine isolierende Ummantelung der Heizungsrohre und bleiben auch lieber bei der alten Heizung, anstatt einen modernen, sparsamen Brennwertkessel einzubauen. „Was soll’s?“, denkt so mancher. „Ich muss die Heizkosten ja zum Glück nicht selber zahlen.“ Mit einem Eigenheim können Sie den Energieverbrauch von vornherein reduzieren. Lieber investieren Sie anfangs etwas mehr Geld - und sparen nachher Jahr für Jahr enorme Kosten allein beim Energieverbrauch.

Grund 5: Hausbesitzer sind reicher als Mieter

Es klingt verrückt, ist aber eine Tatsache: Hausbesitzer sind reicher als Mieter. Eine Studie der Bundesbank mit dem Titel „Private Haushalte und ihre Finanzen“ aus dem Jahr 2010/2011 hat genau das ergeben: Hausbesitzer haben im Mittel (Median) ein Vermögen von rund 160.000 Euro, Mieterhaushalte dagegen nur von gut 10.000 Euro. Noch besser sieht die Bilanz bei abgezahlten Immobilien aus: Auf fast 260.000 € beläuft sich das Vermögen entsprechender Haushalte. Warum ist das so? Weil das eigene Haus als Sparziel offensichtlich eine disziplinierende Wirkung hat. Und weil, wer gewohnt ist, einen Kredit in regelmäßigen Raten abzustottern, sich auch später nicht mehr einem hemmungslosen Konsumrausch hingibt, sondern vernünftig mit Geld umgeht und sich ein bequemes finanzielles Polster anspart.

Grund 6: Immobilienbesitz macht glücklich

Auch die Glücksforscher haben etwas zum Thema Eigenheim zu sagen: „Immobilienbesitz macht glücklich“, sagen Wissenschaftler der Universität Hohenheim. Und nicht nur schwäbische Häuslebauer haben sie dazu befragt, sondern auch Menschen in ganz Deutschland. Knapp zwei Drittel der befragten Immobilienbesitzer gaben an, mit der eigenen Immobilie glücklicher und mit ihrem Wohnumfeld zufriedener zu sein denn als Mieter. Ist das nicht der beste Grund, den Eigenheimkauf schleunigst anzugehen?

Fazit: Nutzen Sie die Möglichkeiten!

Eine kleine Einschränkung soll allerdings nicht verschwiegen werden: Eine Immobilie macht nur dann wohlhabend und glücklich, wenn Sie sich damit finanziell nicht übernehmen. Mindestens 20 Prozent an Eigenkapital sollten Sie mitbringen.